Fellbach - Anziehend durch kulturelle Highlights

Fellbach, die Stadt der Weine und Kongresse, liegt umgeben von Neckar und Rems in einer reizvollen Landschaft, für die der rebenreiche Kappelberg, das fruchtbare Schmidener Feld und der Oeffinger Hartwald charakteristisch sind. Mit rund 43.000 Einwohnern ist die Große Kreisstadt das "Tor zum Remstal", jener Landschaft, in der sparsame, erfinderische und eigenwillige Menschen zu Hause sind. Typisch für Fellbach ist die gelungene Mischung von historischer und moderner Bausubstanz, von wirtschaftlicher Dynamik und überlieferter Weinbautradition.
Ob man nach Fellbach kommt, um zu tagen, um kulturelle Highlights zu genießen oder um sich zu erholen - eines gehört immer dazu: Wein aus Fellbach, Wein vom Kappelberg. Ob es damals die Römer oder später die Klöster waren, die Fellbachs Weinbautradition begründet haben, sei dahingestellt. Der Fellbacher Wein war jedenfalls einst am russischen Zarenhof ebenso geschätzt wie er es heute in aller Welt ist. Dafür bürgt die Fellbacher Weingärtner e.G., die auf ihr fast 150jähriges Bestehen zurückblicken kann und damit eine der ältesten Erzeugergemeinschaften im deutschen Südwesten ist, genauso wie die privaten Weinbaubetriebe. Allesamt sind sie bei Prämierungen stets im Vorderfeld zu finden.

Sinnfälliger Ausdruck der Fellbacher Weinkultur ist der Fellbacher Herbst, eines der traditionsreichsten Heimat-, Erntedank- und Weinfeste im süddeutschen Raum. Der Besuch des Fellbacher Herbstes jeweils am zweiten Oktober-Wochenende wird von den Freunden des schwäbischen Vierteles als willkommene und deshalb angenehme Pflicht empfunden. Das besinnlich-fröhliche Programm zieht alljährlich über 100.000 Besucher in seinen Bann.
Wer mehr über den Weinbau in Fellbach wissen möchte, dem sei ein Spaziergang entlang des Weinbaulehrpfads am Kappelberg empfohlen. Zwei Strecken stehen zur Auswahl: Der große Lehrpfad, der sich über fünfeinhalb Kilometer erstreckt und für den man rund zweieinhalb Stunden benötigt oder dessen kleinere Ausgabe, die zwei Kilometer lang ist und in knapp einer Stunde bewältigt werden kann. 40 große und über 100 kleine Informationstafeln entlang der Wegstrecke sowie zwei Schaukästen an der Neuen Kelter orientieren über den Werdegang des Fellbacher Weinbaus und geben Auskunft über Rebflächen und -sorten, Rebschutz sowie über die Weinerträge.

Dass Fellbach auch eine Stadt kultureller Highlights ist, wird mit der 1980 gegründeten "Triennale Kleinplastik" augenfällig unter Beweis gestellt. Die hohe Kunst der kleinen Skulptur findet alle drei Jahre in der Kappelbergstadt ein international anerkanntes Forum für Bestandsaufnahme, Selbstdarstellung und Diskussion. Das Engagement Fellbachs im Bereich der Kunstförderung wird auch auf literarischem Gebiet deutlich. So hat sich der Mörike-Preis für deutschsprachige Gegenwartsautoren in der Literaturszene längst etabliert.
Das 100 Jahre alte Gebäude der Alten Kelter versinnbildlicht die alte Fellbacher Tradition des Weinbaus. Der große Innenraum mit seiner prägnanten Holzdach-Konstruktion bietet nach der Renovierung im Jahr 2000 großzügig Raum für Veranstaltungen wie Messen, Präsentationen und Ausstellungen aller Art. Die dort beheimatete Dauerausstellung "Weinbau in Fellbach" dokumentiert die Weinbaugeschichte aus den letzten 150 Jahren (geöffnet nach Vereinbarung). In der Vinothek der Alten Kelter können über 100 verschiedene Fellbacher und Remstaler Weine probiert werden.
Sichtbares Zeichen für die Anziehungskraft Fellbachs ist die Schwabenlandhalle mit ihrer vorzüglichen technischen Ausstattung und einer hohen Ansprüchen genügenden Gastronomie und Hotellerie. Seit mehr als 30 Jahren ist dieses bundesweit bekannte und attraktive Kongress- und Tagungszentrum zudem eine Stätte der Künste, denn hier sind neben Kongressen und Messen auch Oper, Operette, Musical, Ballett, Konzerte, Theater und Ausstellungen zu Hause. Weit über fünf Millionen Besucher konnten sich bislang bei Veranstaltungen selbst ein Bild von Fellbachs "Guter Stube" machen.

